Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von NLP
Wissenswertes über NLP und dessen Wirksamkeit in der Psychotherapeutischen Praxis
Immer wieder sind in uterschiedlich qualifizierten Foren einzelne Beiträge über die Wirksamkeit der NLP-Formate zu lesen.
Was ist Neurolinguistische Psychotherapie?
Das NLP selbst wurde Anfang der siebziger Jahre von Dr. Richard Bandler, Dr. Frank Pucelik und Prof. John Grinder in Santa Cruz, Californien / USA entwickelt. Bis heute wurde und wird diese Methodensammlung ständig weiterentwickelt und gilt heute als eines der wirkungsvollsten und effizientesten Modelle ganzheitlicher Persönlichkeitsentfaltung.
Im Gegensatz zu den klassischen Therapierichtungen unterliegt ihr Ansatz keiner einseitigen oder gar dogmatischen Theorie, sondern in ihr wurden die wirkungsvollsten und effizientesten Komponenten der Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Hypnosetherapie-, Familientherapie-, Gestalttherapie sowie Elemente der körperorientierten Psychologieansätze strukturiert zusammengeführt.
Österreich und auch andere EU-Länder sind bereits seit Jahrzehnten Vorreiter
Bereits am 10. Januar 2007 wurde die Neuro-Linguistische Psychotherapie (NLPt) offiziell vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen als psychotherapeutische Methode in Österreich anerkannt.
Die wichtigsten gesellschaftlichen Auswirkungen lassen sich wie folgt differenzieren:
1. Aufwertung von NLP im therapeutischen Kontext
Die Anerkennung führte zu einer gesellschaftlichen und fachlichen Rehabilitierung des NLP. Während NLP zuvor oft als "unwissenschaftlich" oder als reine Kommunikationstechnik abgetan wurde, wurde nun ein Teilbereich – nämlich NLPt – offiziell in den Kanons anerkannter Psychotherapierichtungen aufgenommen. Konsequenz: NLPt erhielt den Status einer seriösen, überprüfbaren und wirksamen Therapiemethode. Dies beeinflusste das öffentliche Ansehen von NLP insgesamt positiv.
2. Staatlich geregelte Ausbildung und Qualitätssicherung
Mit der Anerkennung wurde NLPt in das österreichische Psychotherapiegesetz eingebunden. Das bedeutete: Eine staatlich geregelte Ausbildung nach wissenschaftlichen und ethischen Standards. Zugangsbeschränkungen, z. B. Vorqualifikationen und Praxisnachweise. Supervision und kontinuierliche Weiterbildung als verpflichtende Bestandteile. Folge: Es entstand ein klarer Qualitätsrahmen, der Patientinnen schützt und Therapeutinnen professionalisiert.
3. Zugang zur Psychotherapie auf NLP-Basis für die Bevölkerung
Durch die offizielle Anerkennung wurde es möglich, dass Klient*innen eine Psychotherapie auf NLPt-Basis als Kassenleistung oder zumindest in bestimmten Kontexten als erstattungsfähig erhalten konnten. Gesellschaftlicher Effekt: Ein breiteres psychotherapeutisches Angebot mit stärker lösungsorientierter, ressourcenaktivierender Ausrichtung, was besonders bei Themen wie Angst, Depression, Traumafolgen und psychosomatischen Beschwerden geschätzt wurde.
4. Impuls für den wissenschaftlichen Diskurs
Die Anerkennung motivierte NLP-nahe Institutionen, sich stärker in der wissenschaftlichen Psychotherapie-Forschung zu engagieren – etwa durch Outcome-Studien, Wirksamkeitsnachweise und Wirkfaktorenanalysen. Effekt: Stärkerer Dialog zwischen NLPt-Vertreter*innen und anderen Psychotherapierichtungen. Auch Kritik wurde nun differenzierter diskutiert.
5. Vorbildwirkung im internationalen Raum
Die Anerkennung in Österreich wurde international – insbesondere im deutschsprachigen Raum – mit Aufmerksamkeit verfolgt, z. B. in Deutschland und der Schweiz. Folge: In NLP-Kreisen und Fachverbänden wurde die österreichische Entwicklung als Argument für eine wissenschaftsorientierte Weiterentwicklung genutzt. Auch in Deutschland gibt es seitdem verstärkte Bemühungen, NLPt in bestehende heilkundliche und therapeutische Strukturen einzubinden, z. B. über die Heilerlaubnis (HPG) oder Integrationsversuche in Coaching und Beratung.
6. Veränderung des NLP in der öffentlichen Wahrnehmung
In Österreich (und darüber hinaus) wandelte sich die öffentliche Wahrnehmung von NLP: Vom „Marketinginstrument“ oder "Seminartechnik" hin zu einer seriösen, anwendungsorientierten Therapieform. Dies führte zu mehr Akzeptanz in klinischen, pädagogischen und beraterischen Feldern.
Zusammenfassung:
Die Anerkennung der NLPt war ein bedeutender gesellschaftlicher Meilenstein. Sie führte zu:
- Professionalisierung und Standardisierung der Ausbildung.
- Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz des NLP.
- Verbesserung der Versorgungslage von Patient*innen.
- Förderung von Forschung und Dialog.
- Stärkere Differenzierung zwischen NLP als Kommunikationstool und NLPt als Psychotherapie.
Die Neuro-Linguistische Psychotherapie basiert in ihrer Grundstruktur auf einer ganzen Reihe humanwissenschaftlicher Ansätze, Theorien und Grundannahmen:
- Die von Albert Bandura entwickelte sozial-kognitive Lerntheorie und dem darauf basierenden Modelling-Ansatz von Bandler und Grinder.
- Die durch den Prozess des Modellierens der psychotherapeutischen Arbeiten von Fritz Perls , Virginia Satir und Milton H. Erickson gewonnene Grundannahme der Existenz funktionalautonomer Persönlichkeitsanteile mit sowohl bewussten als auch unbewussten Prozessanteilen.
- Das Konzept der klassischen Konditionierung nach Pawlow, das als Eckpfeiler der klassischen Verhaltenstherapie gilt.
- Das Konzept der operanten Konditionierung (Thorndike, Watson, Skinner)
- Das Modell der sinnesspezifischen Repräsentationssysteme als Grundbausteine der Informationsverarbeitung und des subjektiven Erlebens von William James.
- Die Theorien von Miller, Galanter, und Pribram, nach denen jeglichem menschlichem Handeln eine grundsätzliche Zielorientierung zu Grunde liegt. (TOTE-Modell und Strategien).
- Gregory Bateson’s Kybernetik der Theorie des Geistes, insbesondere der logischen Ebenen des Lernens und Robert Dilts' Weiterentwicklung der Unified Field Theory.
- Noam Chomsky’s Ansatz der Transformationsgrammatik und die darauf basierenden Sprachmodelle (Milton-Modell und Meta-Modell), die durch Bandler, Pucelik und Grinder unter dem Einfluss Alfred Korzybski’s Theoriepostulate abgewandelt wurden. (The Map is not the Territory).
Bei der detaillierten Untersuchung dieser und weiterer wissenschaftlich anerkannter Theorien von auf ihren jeweiligen Fachgebieten herausragenden Therapeuten und Wissenschaftlern fanden Bandler, Grinder und Pucelik in deren Modellansätze zahlreiche Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Adaptionsfelder, die im Zuge der Extraktion und Zusammenführung so strukturiert wurden, dass sie in modellierbare Prozesseinheiten unterteilt werden konnten. So entstanden die heute als „Formate“ bekannten Interventionstechniken des NLP als Lösungsansätze für vielfältige und höchst unterschiedliche Problemstellungen. Diese Methodensammlung wird auch heute, mehr als 50 Jahre nach ihrer Entstehung, weiterhin um vergleichbare Beobachtungen ergänzt und so regelmäßig durch Konzepte aus der Praxis erweitert.
Das erklärt auch die aktuelle Entwicklung, dass das NLP derzeit immer bekannter wird und sich heute zunehmend mehr Menschen aus heilenden und helfenden Berufen professionell im NLP ausbilden lassen.
Hier einige Informationslinks, die wir ebenfalls noch gefunden haben:
https://www.eanlpt.org/Research
https://verhalten.wordpress.com/tag/nlp/
https://www.nlp.ch/ressourcen/wissenschaftliche-studien
https://www.nlpt.at/literatur.htm#E
https://www.trinergy.at/wissenschaftliche-studien
https://www.magazintraining.com/nlp-und-die-wissenschaft/
https://www.nlp.ch/metasmile_online/details/nlp-vom-paria-zum-musterschueler
Im Vordergrund unserer NLP-Ausbildungen stehen die Förderung Ihrer sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen; die Steigerung der kognitiven Leistungen und der professionellen Präsentationsfähigkeiten (berufliche Soft-Skills). Dies kann idealerweise berufs- und studienbegleitend sein.
